Automatische Installation vorgeschlagener Apps verhindern
Der Wert `SilentInstalledAppsEnabled` ist ein `DWORD`-Schalter des Windows Content Delivery Manager.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (1)
HKU\.DEFAULT\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\ContentDeliveryManager\SilentInstalledAppsEnabled
Der Wert SilentInstalledAppsEnabled ist ein DWORD-Schalter des Windows Content Delivery Manager. Der Wert 0 ist dafür vorgesehen, die unbeaufsichtigte Bereitstellung vorgeschlagener Apps über diesen benutzerbezogenen Mechanismus zu unterbinden.
Die Einstellung entfernt keine bereits installierten oder für Windows bereitgestellten App-Pakete. Sie blockiert außerdem weder manuelle Installationen aus dem Microsoft Store noch Installationen durch Administratoren, Verwaltungssoftware oder andere Bereitstellungsverfahren.
Hinweise
Sicherheit
Dieser Wert ist keine Anwendungssteuerungs- oder Installationssperre. Er verhindert nicht allgemein die Ausführung oder Installation unerwünschter Software und ersetzt keine Sicherheitskontrollen wie AppLocker oder Windows Defender Application Control.
Hinweise
Microsoft dokumentiert SilentInstalledAppsEnabled nicht als eigenständige Richtlinie und veröffentlicht dafür keine verbindliche Versions-, Editions- oder Standardwertmatrix. Die dokumentierte Richtlinie Microsoft-Anwenderfeatures deaktivieren steuert einen größeren Funktionsumfang und verwendet den anderen Registrierungswert HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CloudContent\DisableWindowsConsumerFeatures. Ihre Eigenschaften dürfen deshalb nicht ungeprüft auf SilentInstalledAppsEnabled übertragen werden.
Bei einer laufenden Windows-Installation bezeichnet HKEY_USERS\.DEFAULT nicht das Profil, das als Vorlage für neue Benutzerkonten dient. Dieser Zweig gehört zum Konto LocalSystem und entspricht HKEY_USERS\S-1-5-18. Der angegebene Pfad setzt den Wert daher nicht im Profil eines angemeldeten Standardbenutzers und auch nicht automatisch in C:\Users\Default\NTUSER.DAT.
Soll der Pfad wörtlich auf einer laufenden Installation verwendet werden, lässt sich die beabsichtigte Wirkung auf normale Benutzerprofile somit nicht verlässlich nachweisen. Eine andere Bewertung wäre nur möglich, wenn .DEFAULT in einem ausdrücklich beschriebenen Offline- oder Einbindekontext auf eine andere Registrierungsstruktur verweist.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Richtlinie CSP – Benutzerfreundlichkeit
Microsoft Learn: Windows-Registrierungsinformationen für Benutzer mit fortgeschrittenen Kenntnissen
Microsoft DevBlogs: The .Default user is not the default user