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Setup FoundrySetup Foundry

Dokumentation · Richtlinien-Anhang

Kernschutz

Jede Einstellung des Pakets „Kernschutz“ mit Wirkung, Wert und Empfehlungsquellen.

seit 0.9.8.11

Zweck

Diese Seite nennt jede Einstellung des Pakets „Kernschutz“: was sie bewirkt, welchen Wert Setup Foundry setzt und wer sie empfiehlt. Sie wird aus dem Katalog erzeugt und nicht von Hand geändert.

7 Einstellungen, davon 6 mit spürbarer Nebenwirkung.

Hinweise

SEHOP aktivieren (Schutz vor manipulierten Exception-Handlern)

Schaltet SEHOP ein, einen Schutz gegen das Kapern von Exception-Handlern durch Speicherüberläufe.

Nebenwirkung: Im Normalbetrieb unsichtbar; nur sehr alte oder tief in den Speicher eingreifende Software könnte in seltenen Fällen betroffen sein.

Secure Boot als Mindestvoraussetzung für VBS festlegen

Verlangt für VBS mindestens Secure Boot als Sicherheitsgrundlage der Plattform.

UEFI-Speicherattributtabelle für verlässliche Speicherintegrität verlangen

Verlangt, dass die Firmware eine UEFI-Speicherattributtabelle bereitstellt, sonst greift die Speicherintegritätsprüfung nicht mit voller Garantie.

Nebenwirkung: Nur auf älterer oder unvollständig UEFI-konformer Firmware spürbar: Dort startet die Speicherintegritätsprüfung dann nicht mit voller Garantie, ohne dass der Rechner deswegen ausfällt.

Vertrauenswürdigen Systemstart per Secure Launch erzwingen

Aktiviert System Guard Secure Launch, sofern die Hardware das unterstützt.

Nebenwirkung: Auf unterstützter Hardware höchstens eine minimal längere Boot-Zeit; auf nicht unterstützter Hardware bleibt die Funktion inaktiv, ohne dass der Start verweigert wird.

Virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) als Grundlage einschalten

Schaltet die virtualisierungsbasierte Sicherheit (VBS) des Systems ein - Grundlage für Speicherintegrität und Credential Guard.

Nebenwirkung: In der Regel nichts spürbar; vereinzelt können ältere, inkompatible Virtualisierungssoftware oder Treiber Probleme bekommen. Windows aktiviert diese Grundfunktion auf passender neuer Hardware ohnehin bereits von selbst.

Hardware-gestützten Kernel-Stapelschutz gegen ROP-Angriffe aktivieren

Aktiviert den hardwaregestützten Kernel-Stapelschutz (Shadow Stacks) gegen bestimmte Speicher-Angriffstechniken.

Nebenwirkung: In der Regel nichts spürbar, außer bei sehr wenigen inkompatiblen Treibern; auf Hardware ohne CET-Unterstützung bleibt die Funktion ohnehin inaktiv.

Speicherintegritätsprüfung (HVCI) mit unumkehrbarer UEFI-Sperre erzwingen

Aktiviert die hypervisorgestützte Speicherintegrität (HVCI) mit UEFI-Sperre, sodass sie nicht per Fernzugriff abschaltbar ist.

Nebenwirkung: Bei einem inkompatiblen Treiber drohen Systeminstabilität bis zum Bluescreen - und zum Abschalten ist dann physischer Zugriff auf die UEFI-Firmware nötig, was ein Privatkunde ohne Anleitung kaum selbst leisten kann.

Siehe auch