Dokumentation · Richtlinien-Anhang
Anmeldung und Konten
Jede Einstellung des Pakets „Anmeldung und Konten“ mit Wirkung, Wert und Empfehlungsquellen.
seit 0.9.8.11
Zweck
Diese Seite nennt jede Einstellung des Pakets „Anmeldung und Konten“: was sie bewirkt, welchen Wert Setup Foundry setzt und wer sie empfiehlt. Sie wird aus dem Katalog erzeugt und nicht von Hand geändert.
21 Einstellungen, davon 15 mit spürbarer Nebenwirkung.
Hinweise
Admin-Anmeldung auf sicherem Desktop bei Rechteerhöhung für Standardnutzer erzwingen
Verlangt von Standardbenutzern bei Rechteerhöhung eine Admin-Anmeldung auf dem sicheren Desktop.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\ConsentPromptBehaviorUser = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = Bei Rechteerhöhung wird der Standardbenutzer auf dem sicheren Desktop zur Eingabe von Administrator-Anmeldedaten (Benutzername und Kennwort) aufgefordert (Windows-Standard wäre 3 = Anmeldedaten abfragen, ohne dass explizit der sichere Desktop erzwungen wird).
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Benutzerkontensteuerung: Verhalten der Eingabeaufforderung für erhöhte Rechte für Standardbenutzer
- Quelle: Microsoft Learn: Einstellungen und Konfiguration der Benutzerkontensteuerung
- Empfohlen von: Setup Foundry
Administratorkonten bei Rechteerhöhung nicht auflisten
Verbirgt bei einer Rechteerhöhung (UAC) die Liste vorhandener Administratorkonten.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\CredUI\EnumerateAdministrators = 0 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 0 = deaktiviert (keine Anzeige von Administratorkonten bei Rechteerhöhung, Standardverhalten); 1 = aktiviert (Administratorkonten werden zur Auswahl angezeigt).
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Bei Ausführung mit erhöhten Rechten Administratorkonten auflisten
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – AnmeldeinformationenUI
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Anmeldepasswort nach dem Aufwachen aus dem Standby verlangen (Akkubetrieb)
Verlangt im Akkubetrieb ein Anmeldepasswort, wenn der Rechner aus dem Ruhezustand aufwacht.
Nebenwirkung: Ein zusätzlicher Anmeldebildschirm nach jedem Zuklappen und Wiederöffnen - üblich und von den meisten Nutzern erwartet.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Power\PowerSettings\0e796bdb-100d-47d6-a2d5-f7d2daa51f51\DCSettingIndex = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = aktiviert (Passwort wird beim Aufwachen im Akkubetrieb verlangt); 0 = deaktiviert
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Kennwort anfordern, wenn ein Computer reaktiviert wird (Akkubetrieb)
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – Energie – RequirePasswordWhenComputerWakesOnBattery
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Anmeldepasswort nach dem Aufwachen aus dem Standby verlangen (Netzbetrieb)
Verlangt im Netzbetrieb ein Anmeldepasswort, wenn der Rechner aus dem Ruhezustand aufwacht.
Nebenwirkung: Ein zusätzlicher Anmeldebildschirm nach dem Standby - das ist aber ohnehin die übliche, von den meisten Nutzern erwartete Voreinstellung.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Power\PowerSettings\0e796bdb-100d-47d6-a2d5-f7d2daa51f51\ACSettingIndex = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = aktiviert (Passwort wird beim Aufwachen im Netzbetrieb verlangt); 0 = deaktiviert (keine Passwortabfrage)
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Kennwort anfordern, wenn ein Computer reaktiviert wird (Netzbetrieb)
- Quelle: Microsoft Learn: Power Policy CSP – RequirePasswordWhenComputerWakesPluggedIn
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Nach Neustart nicht automatisch wieder anmelden
Verhindert, dass Windows nach einem automatischen Neustart den zuletzt angemeldeten Benutzer von selbst wieder anmeldet und den Bildschirm entsperrt.
Nebenwirkung: Nach einem Update-Neustart muss der Nutzer Kennwort oder PIN erneut eingeben, statt dass die Sitzung automatisch weiterläuft.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\DisableAutomaticRestartSignOn = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = automatische Anmeldung/Entsperrung nach Neustart deaktiviert (Richtlinie aktiv, sicherer); 0 bzw. nicht gesetzt = Windows darf den zuletzt angemeldeten Benutzer nach einem Systemneustart automatisch wieder anmelden und den Bildschirm entsperren.
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Nach Neustart automatisch anmelden und letzten interaktiven Benutzer sperren
- Quelle: Microsoft Learn: WindowsLogon-Richtlinien-CSP
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Nachladen fremder Sicherheitsmodule in den Anmeldedienst LSASS verbieten
Verbietet das Nachladen zusätzlicher, nicht von Windows mitgelieferter Sicherheitsmodule (SSPs/APs) in den LSASS-Prozess.
Nebenwirkung: Nur in seltenen Fällen betroffen: manche VPN- oder Single-Sign-On-Lösungen bringen ein eigenes Sicherheitsmodul mit, das dann nicht mehr lädt.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Windows\System\AllowCustomSSPsAPs = 0 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 0 = zusätzliche/Custom-SSPs und -APs dürfen nicht in LSASS geladen werden; 1 = erlaubt (Standard).
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Laden benutzerdefinierter SSPs und APs in LSASS zulassen
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – LocalSecurityAuthority
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Nur anonyme Anmeldung bei Websites der eingeschraenkten Zone erzwingen
Legt fest, dass sich Internet Explorer bei Websites der Zone „Eingeschränkte Sites“ nur anonym anmeldet, nie mit echten Zugangsdaten.
Nebenwirkung: Eine integrierte Windows-Authentifizierung gegenüber als eingeschränkt eingestuften Websites schlägt fehl, weil kein Konto übergeben wird; im normalen Alltag betrifft das praktisch keine legitime Seite.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\4\1A00 = 196608 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 196608 (0x30000) = anonyme Anmeldung erzwungen (keine automatische Übermittlung von Zugangsdaten, keine Abfrage). Andere mögliche Werte: 0 = automatische Anmeldung mit aktuellem Konto, 65536 = Abfrage von Benutzername/Kennwort, 131072 = automatische Anmeldung nur in der Intranet-Zone.
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Anmeldungsoptionen
- Quelle: Microsoft Learn: InternetExplorer-Richtlinien-CSP – RestrictedSitesZoneLogonOptions
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Vollen Admin-Zugriff lokaler Konten übers Netzwerk einschränken
Sorgt dafür, dass lokale Administratorkonten bei einer Anmeldung übers Netz nur ein eingeschränktes Zugriffstoken statt voller Administratorrechte bekommen.
Nebenwirkung: Im normalen Arbeitsalltag keine; betroffen ist ausschließlich administrativer Fernzugriff über lokale Konten, den Privatnutzer praktisch nie verwenden.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\LocalAccountTokenFilterPolicy = 0 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 0 = UAC-Netzwerkeinschraenkung aktiv (sicherer, Standardverhalten): lokale Adminkonten erhalten übers Netz kein volles Administratortoken; 1 = Einschränkung aufgehoben, lokale Adminkonten bekommen auch übers Netz volle Administratorrechte.
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: UAC-Einschränkungen auf lokale Konten bei Netzwerkanmeldungen anwenden
- Quelle: Microsoft Learn: Benutzerkontensteuerung und Remoteeinschränkungen
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline · ACSC/ASD: Hardening Microsoft Windows 11 workstations · BSI SiSyPHuS Win10, Arbeitspaket 11: Konfigurationsempfehlungen zur Härtung von Windows 10 mit Bordmitteln, Abschnitt 5.5.1.4.1
Anonyme Aufzaehlung von SAM-Konten verbieten
Der DWORD-Wert 1 entspricht dem aktivierten Zustand dieser Windows-Sicherheitsoption. Er verhindert, dass nicht authentifizierte Verbindungen die vom Security Accounts Manager (SAM) verwalteten Kontonamen anonym aufzählen.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Lsa\RestrictAnonymousSAM = 1 (REG_DWORD)
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Netzwerkzugriff: Anonyme Aufzählung von SAM-Konten nicht erlauben
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – LocalPoliciesSecurityOptions
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Benutzerkontensteuerung: Admin-Genehmigungsmodus für das eingebaute Administratorkonto
Der DWORD-Wert FilterAdministratorToken mit den Wertdaten 1 versetzt ausschließlich das integrierte Administratorkonto – das lokale Konto mit der relativen ID (RID) 500 – in den Administratorgenehmigungsmodus der Benutzerkontensteuerung (UAC).
Nebenwirkung: Wer das eingebaute Administratorkonto aktiv nutzt, bekommt zusätzliche Bestätigungsdialoge.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\FilterAdministratorToken = 1 (REG_DWORD)
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Benutzerkontensteuerung: Administratorgenehmigungsmodus für das integrierte Administratorkonto
- Quelle: Microsoft Learn: Benutzerkontensteuerung – Administratorgenehmigungsmodus für das integrierte Administratorkonto
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
LSASS als geschuetzten Prozess konfigurieren (RunAsPPL)
Lässt den zentralen Anmeldedienst LSASS als geschützten Prozess mit UEFI-Sperre laufen und erschwert so das Auslesen von Zugangsdaten.
Nebenwirkung: Sehr alte, nicht Microsoft-signierte Sicherheits- oder Smartcard-Treiber können nach der Aktivierung nicht mehr laden; wegen der UEFI-Verankerung lässt sich der Schutz danach nur über einen gezielten Wiederherstellungsschritt wieder abschalten, nicht per einfachem Registry-Rückbau.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\RunAsPPL = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = LSA-Schutz aktiviert und zusätzlich als UEFI-Variable in der Firmware verankert (UEFI Lock); 2 aktiviert denselben Schutz ohne UEFI-Verankerung, 0 oder das Löschen des Werts deaktiviert den Schutz.
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Konfiguriert LSASS für die Ausführung als geschützter Prozess
- Quelle: Microsoft Learn: Konfigurieren des hinzugefügten LSA-Schutzes
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline · ACSC/ASD: Hardening Microsoft Windows 11 workstations
Lokale Konten mit leerem Kennwort vom Netzwerkzugriff ausschliessen
Der Wert LimitBlankPasswordUse ist ein DWORD-Wert und bildet die gleichnamige Windows-Sicherheitsoption ab. Der Wert 1 aktiviert die Beschränkung: Ein lokales Benutzerkonto mit leerem Kennwort kann nicht für Netzwerk- oder interaktive Remoteanmeldungen verwendet werden. Davon betroffen sind beispielsweise Anmeldungen über Remotedesktopdienste sowie Netzwerkdienste, die Windows-Anmeldeinformationen verwenden.
Nebenwirkung: Ist unter Windows 11 bereits Standard; betrifft nur die seltenen Fälle eines absichtlich kennwortlosen lokalen Kontos.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\LimitBlankPasswordUse = 1 (REG_DWORD)
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Konten: Lokale Kontenverwendung von leeren Kennwörtern auf Konsolenanmeldung beschränken
- Quelle: Microsoft Learn: Standardkonfiguration der Windows-Sicherheitsbaselines von Intune
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Speicherung des LAN-Manager-Passwort-Hashs verhindern
Der DWORD-Wert NoLMHash mit den Wertdaten 1 verhindert, dass Windows beim nächsten Festlegen oder Ändern eines Kontokennworts einen LAN-Manager-Kennworthash (LM-Hash) erzeugt und speichert. Für lokale Konten betrifft dies die lokale SAM-Datenbank; auf Domänencontrollern betrifft es die in Active Directory gespeicherten Kennwortdaten der Domänenkonten.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Lsa\NoLMHash = 1 (REG_DWORD)
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Netzwerksicherheit: LAN Manager-Hashwert bei der nächsten Kennwortänderung nicht speichern
- Quelle: Microsoft Learn: Verhindern, dass Windows einen LAN-Manager-Hash des Kennworts in Active Directory und lokalen SAM-Datenbanken speichert
- Empfohlen von: Setup Foundry
UAC-Bestätigungsdialog für Administratoren auf „Ja/Nein“ umstellen
Der DWORD-Wert 2 legt fest, dass Administratoren im Administratorbestätigungsmodus einer angeforderten Rechteerweiterung auf dem sicheren Desktop ausdrücklich zustimmen oder sie ablehnen müssen. Die UAC-Eingabeaufforderung stellt dafür die Auswahl „Ja“ oder „Nein“ bereit; Administratoranmeldeinformationen werden nicht verlangt.
Nebenwirkung: Ein zusätzlicher Klick bei Installationen und Systemänderungen.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\ConsentPromptBehaviorAdmin = 2 (REG_DWORD)
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Benutzerkontensteuerung: Verhalten der Eingabeaufforderung für erhöhte Rechte für Administratoren im Administratorbestätigungsmodus
- Quelle: Microsoft Learn: Einstellungen und Konfiguration der Benutzerkontensteuerung
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
UAC: Alle Administratoren im Admin-Genehmigungsmodus laufen lassen
Der DWORD-Wert EnableLUA steuert, ob die Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) und der Administratorbestätigungsmodus systemweit aktiv sind. Der Wert 1 aktiviert diese Funktionen.
Nebenwirkung: Ohne UAC-Bestaetigungen würde jede Software automatisch mit vollen Rechten laufen; mit aktivem UAC erscheinen bei Installationen/Systemänderungen die bekannten Bestätigungsdialoge.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\EnableLUA = 1 (REG_DWORD)
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Benutzerkontensteuerung: Alle Administratoren im Administratorbestätigungsmodus ausführen
- Quelle: Microsoft Learn: Einstellungen und Konfiguration der Benutzerkontensteuerung
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
WDigest-Authentifizierung deaktivieren
Der DWORD-Wert UseLogonCredential steuert, ob WDigest Anmeldeinformationen im Arbeitsspeicher speichert. Beim Wert 0 speichert WDigest keine Kennwortanmeldeinformationen für die spätere Wiederverwendung im Arbeitsspeicher.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SecurityProviders\WDigest\UseLogonCredential = 0 (REG_DWORD)
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: WDigest-Authentifizierung
- Quelle: Microsoft Learn: Windows-Sicherheitsbaseline
- Empfohlen von: ACSC/ASD: Hardening Microsoft Windows 11 workstations
Kamera-Schnellzugriff vom Sperrbildschirm entfernen
Entfernt die Kamera-Schnellzugriffstaste vom Sperrbildschirm.
Nebenwirkung: Wer den schnellen Kamerazugriff ohne Anmeldung gewohnt war, verliert diesen Weg; die Kamera-App bleibt nach dem Einloggen normal nutzbar.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Windows\Personalization\NoLockScreenCamera = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = Kamerazugriff vom Sperrbildschirm entfernt; 0 = Kamerazugriff vom Sperrbildschirm verfügbar (Standard).
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Aktivieren der Sperrbildschirmkamera verhindern
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – DeviceLock – PreventEnablingLockScreenCamera
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Tinte-Arbeitsbereich zulassen, aber vor Anmeldung sperren
Aktiviert den Tintenarbeitsbereich, sperrt ihn aber vor der Anmeldung am Gerät.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\WindowsInkWorkspace\AllowWindowsInkWorkspace = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = Tintenarbeitsbereich aktiviert, aber oberhalb des Sperrbildschirms (vor der Anmeldung) nicht nutzbar; 0 würde die Funktion komplett deaktivieren, 2 (Windows-Standard) würde sie auch über dem Sperrbildschirm erlauben.
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Windows Ink-Arbeitsbereich zulassen
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – WindowsInkWorkspace
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
Automatisches Nachschieben von Store-Apps per Push-to-Install unterbinden
Diese computerweit geltende Richtlinie steuert, ob Benutzer Apps über den Microsoft Store auf anderen Geräten oder im Web zur Installation an dieses Gerät senden können.
Nebenwirkung: Die „Auf diesem Gerät installieren“-Funktion aus dem Microsoft Store auf anderen Geräten funktioniert dann nicht mehr.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\PushToInstall\DisablePushToInstall = 1 (REG_DWORD)
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Pushinstallationsdienst deaktivieren
- Quelle: Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – ADMX_PushToInstall
- Empfohlen von: Setup Foundry
LSASS-Prozess vor Codeeinschleusung schützen (LSA-Schutz)
Lässt den LSASS-Prozess (Anmeldedaten-Speicher) als geschützten Prozess mit UEFI-Sperre laufen, um Codeeinschleusung zu verhindern.
Nebenwirkung: Normalerweise nichts spürbar; nur vereinzelte, ältere unsignierte Treiber (z. B. manche Smartcard-Treiber), die sich in den Prozess einklinken wollen, laden dann nicht mehr.
- Technisch:
- Richtlinie:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Windows\System\RunAsPPL = 1 (REG_DWORD) - Bedeutung des Werts: 1 = LSA-Schutz aktiviert MIT UEFI-Sperre; 2 = aktiviert OHNE UEFI-Sperre (nur Windows 11 22H2 und neuer); 0 bzw. gelöscht = deaktiviert.
- Richtlinie:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline
LanMan-Authentifizierung auf „nur NTLMv2, LM/NTLM ablehnen“ setzen
Der DWORD-Wert 5 entspricht der Sicherheitseinstellung Nur NTLMv2-Antworten senden. LM und NTLM verweigern. Bei Netzwerkanmeldungen, für die NTLM-basierte Anforderungs-/Antwortauthentifizierung verwendet wird, erzeugt der Computer als Client ausschließlich NTLMv2-Antworten. NTLMv2-Sitzungssicherheit wird verwendet, sofern die Gegenstelle sie unterstützt.
Nebenwirkung: Sehr alte Geräte oder Software, die nur LM/NTLMv1 sprechen, können die Verbindung verlieren - bei modernen Windows-11-Umgebungen unkritisch. Kann sehr alte Geräte oder NAS-Systeme aus der Windows-XP-Aera aussperren, die nur klassisches NTLM/LM sprechen; moderne Geräte sind nicht betroffen.
- Technisch:
- Registry-Wert:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Lsa\LmCompatibilityLevel = 5 (REG_DWORD)
- Registry-Wert:
- Schalter in der App: Richtlinien › Anmeldung und Konten
- Ausführlich: Netzwerksicherheit: LAN Manager-Authentifizierungsebene
- Quelle: Microsoft Learn: Referenz zur Azure Policy-Gastkonfigurationsbaseline für Windows
- Empfohlen von: Windows 11 v25H2 Security Baseline