Routingdienst für WAP-Pushnachrichten der Geräteverwaltung
Der Dienst gehört unter Windows 10 und Windows 11 zur Geräteverwaltungsplattform.
seit 0.9.8.11
Zweck
Kennung: dmwappushservice
Setup Foundry setzt den Starttyp des Dienstes auf „Manuell“.
Der Dienst gehört unter Windows 10 und Windows 11 zur Geräteverwaltungsplattform. Er kategorisiert und verarbeitet eingehende WAP-Nachrichten (Wireless Application Protocol), darunter Nachrichten für die Windows-Geräteverwaltung sowie Service-Indication- und Service-Loading-Nachrichten. Er leitet empfangene Nachrichten nach ihrer Authentifizierung an die zuständigen Windows-Komponenten weiter.
dmwappushservice initiiert und koordiniert außerdem Synchronisierungssitzungen mit einem MDM-Server. Bei einer per Push ausgelösten Verwaltungssitzung fordert der Verwaltungsserver das Gerät über die Windows Notification Services (WNS) dazu auf, eine Verbindung zum Server herzustellen und ausstehende Richtlinien oder Verwaltungsaktionen abzurufen.
Hinweise
Weitere Wirkungen
Der Dienst wird auf Clientgeräten für Microsoft Intune, andere MDM-Systeme und vergleichbare Verwaltungstechnologien benötigt. Microsoft nennt ihn in älterer Dokumentation außerdem als Voraussetzung für den Unified Write Filter. Ist der Dienst nicht verfügbar, können davon abhängige Registrierungs- und Verwaltungsvorgänge fehlschlagen.
Datenschutz und Sicherheit
Der Dienst verarbeitet Nachrichten, die ein Gerät zur Fernverwaltung empfängt. Er führt die darin enthaltenen Verwaltungsinformationen nicht vollständig selbst aus, sondern stellt sie anderen Komponenten des Windows-Verwaltungsstapels zur weiteren Verarbeitung bereit.
Nach Angaben von Microsoft sendet dmwappushservice selbst keine Telemetriedaten. Er ist jedoch an Verwaltungssitzungen beteiligt, bei denen ein registriertes Gerät mit dem konfigurierten MDM-Dienst kommuniziert. Welche Geräte-, Konfigurations- und Statusdaten dabei übertragen werden, richtet sich nach dem verwendeten Verwaltungssystem und den zugewiesenen Richtlinien.
Der Starttyp „Manuell“ verhindert diese Datenübertragung nicht: Wird der Dienst von Windows oder einer Verwaltungskomponente angefordert, kann er starten und die betreffenden Nachrichten und Synchronisierungssitzungen verarbeiten.
Folgen des Eingriffs
„Manuell“ bedeutet, dass der Dienst nicht allein aufgrund seines Starttyps beim Systemstart automatisch gestartet wird. Windows oder eine Anwendung kann ihn weiterhin bei Bedarf starten. Eine bereits laufende Instanz wird durch die bloße Änderung des Starttyps nicht sofort beendet; die geänderte Startkonfiguration wird relevant, nachdem der Dienst beendet wurde beziehungsweise beim nächsten Systemstart.
Auf nicht verwalteten Geräten ist normalerweise ebenfalls keine sichtbare Änderung zu erwarten.
Bei einem mit Intune oder einem anderen MDM-System verwalteten Gerät kann der Dienst weiterhin auf Anforderung anlaufen. Push-Nachrichten und Verwaltungssynchronisierungen bleiben daher grundsätzlich möglich. Falls die jeweilige Verwaltungsumgebung einen automatisch laufenden Dienst voraussetzt oder der Dienst nicht ordnungsgemäß angefordert beziehungsweise gestartet wird, können Push-ausgelöste Aktionen und Synchronisierungen verspätet eintreffen oder fehlschlagen. Neue Richtlinien, Apps oder Remoteaktionen würden dann möglicherweise nicht zeitnah übernommen, und die angezeigte letzte Synchronisierungszeit könnte unverändert bleiben.
Der Dienst wird nicht deaktiviert. Die von Microsoft für einen deaktivierten oder fehlenden dmwappushservice dokumentierten vollständigen Intune-Synchronisierungsfehler ergeben sich daher nicht allein aus der Umstellung auf „Manuell“.
Hinweise
Eine Intune-Problembehandlung empfiehlt dagegen für ein bestimmtes Synchronisierungsproblem nach zuvor deaktiviertem Dienst den Starttyp „Automatisch“.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Übersicht über mobile Geräteverwaltung
Microsoft Learn: Unterstützung von Pushbenachrichtigungen für die Geräteverwaltung
Microsoft Learn: Anleitung zum Konfigurieren von Systemdiensten