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Dokumentation

Ausführung von Makros in Office-Dateien aus dem Internet blockieren

Diese benutzerbezogene Richtlinieneinstellung steuert in Microsoft Project, ob VBA-Makros in Dateien ausgeführt werden dürfen, die Windows beziehungsweise Office als aus dem Internet stammend einstuft.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (1)
  • HKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\ms project\security\blockcontentexecutionfrominternet

Diese benutzerbezogene Richtlinieneinstellung steuert in Microsoft Project, ob VBA-Makros in Dateien ausgeführt werden dürfen, die Windows beziehungsweise Office als aus dem Internet stammend einstuft. Dazu gehören insbesondere Dateien mit einer Markierung des Webs (Mark of the Web, MOTW), beispielsweise heruntergeladene Dateien und E-Mail-Anlagen. Auch Dateien auf Netzwerkfreigaben können betroffen sein, wenn der Speicherort der Internetzone zugeordnet und nicht als vertrauenswürdig eingestuft ist.

Der Wert ist vom Typ REG_DWORD. Bei 1 blockiert Project die betreffenden Makros. Eine Sicherheitsmeldung weist auf die nicht vertrauenswürdige Quelle hin; die Ausführung lässt sich in diesem Zustand nicht über die übliche Schaltfläche zum Aktivieren von Inhalten freigeben. Bei 0 erzwingt dieser Registry-Wert die Blockierung nicht. Die Ausführung richtet sich dann nach den übrigen Makroeinstellungen und dem für die verwendete Office-Version geltenden Standardverhalten.

Die Einstellung gilt ausschließlich für Project im Kontext des jeweiligen Benutzers. Entsprechende Richtlinien für andere Office-Anwendungen verwenden eigene Registry-Pfade.

Hinweise

Sicherheit

Die Blockierung erschwert Angriffe, bei denen präparierte Project-Dateien Benutzer zur Ausführung schädlicher VBA-Makros verleiten sollen. Solche Makros können Schadsoftware oder Ransomware nachladen und auf Ressourcen zugreifen, die im Sicherheitskontext des Benutzers verfügbar sind.

Die Richtlinie untersucht oder entfernt den Makrocode nicht. Ihre Schutzwirkung hängt außerdem davon ab, dass die Datei als aus dem Internet stammend erkannt wird. Dateien an vertrauenswürdigen Speicherorten sowie ordnungsgemäß signierte Makros eines vertrauenswürdigen Herausgebers können die Internetmakroprüfung entsprechend der Office-Vertrauenslogik passieren.

Das Deaktivieren der Richtlinie erlaubt Makros nicht zwangsläufig unmittelbar, beseitigt jedoch diese zusätzliche, herkunftsbezogene Sperre. Dadurch können Benutzer abhängig von den übrigen Makroeinstellungen wieder die Möglichkeit erhalten, Makros aus nicht vertrauenswürdigen Quellen zu aktivieren.

Mögliche Nebenwirkungen

Project-Dateien aus dem Internet können weiterhin geöffnet werden, ihre Makros und davon abhängige Automatisierungsfunktionen stehen jedoch nicht zur Verfügung. Dadurch können legitime Projektvorlagen, Berichte oder Arbeitsabläufe, die VBA-Code enthalten, nur eingeschränkt funktionieren.

Die Blockierung kann auch Dateien auf internen Netzwerkfreigaben erfassen, wenn Windows den Speicherort nicht der lokalen Intranetzone oder den vertrauenswürdigen Sites zuordnet.

Hinweise

Die Markierung des Webs wird für lokal gespeicherte Dateien über NTFS-Metadaten übermittelt. Auf FAT32-Datenträgern steht diese Markierung nicht zur Verfügung. Bei Netzwerkdateien und webbasierten Speicherorten beeinflusst zusätzlich die Zuordnung zu den Windows-Sicherheitszonen, ob Office die Datei als aus dem Internet stammend behandelt.

Der Zweig Office\16.0 wird nicht nur von Office beziehungsweise Project 2016 verwendet, sondern auch von späteren Windows-Desktopversionen mit derselben Office-Hauptversionsnummer. Das Standardverhalten bei nicht konfigurierter Richtlinie kann sich je nach Project-Version und Aktualisierungsstand unterscheiden und ist nicht mit einem ausdrücklich gesetzten Wert gleichzusetzen.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: Makros aus dem Internet werden in Office standardmäßig blockiert

Microsoft Download Center: Administrative Vorlagendateien für Microsoft Office

Siehe auch