Dokumentverhalten bei Fehlschlagen der Dateiüberprüfung festlegen
Diese benutzerbezogene PowerPoint-Richtlinie bestimmt, wie Präsentationen behandelt werden, die die Office-Dateiüberprüfung nicht bestehen.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\powerpoint\security\filevalidation\openinprotectedviewHKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\powerpoint\security\filevalidation\disableeditfrompv
Diese benutzerbezogene PowerPoint-Richtlinie bestimmt, wie Präsentationen behandelt werden, die die Office-Dateiüberprüfung nicht bestehen. Die Dateiüberprüfung untersucht die Struktur unterstützter älterer PowerPoint-Dateiformate auf Abweichungen vom erwarteten Dateiformat. Ein Fehlschlagen kann auf eine manipulierte Datei, aber auch auf Beschädigungen oder Fehler anderer Programme zurückzuführen sein.
Beide Werte sind vom Typ REG_DWORD und wirken zusammen:
openinprotectedview = 0: PowerPoint blockiert die Datei vollständig. Sie kann nicht geöffnet werden;disableeditfrompvhat für dieses Verhalten keine praktische Bedeutung.openinprotectedview = 1unddisableeditfrompv = 1: PowerPoint öffnet die Datei in der geschützten Ansicht und verhindert, dass sie zur Bearbeitung freigegeben wird.openinprotectedview = 1unddisableeditfrompv = 0: PowerPoint öffnet die Datei zunächst in der geschützten Ansicht. Der Benutzer kann die geschützte Ansicht anschließend verlassen und die Datei bearbeiten.
Hinweise
Sicherheit
Das vollständige Blockieren verhindert, dass PowerPoint den Inhalt einer Datei anzeigt oder zur Bearbeitung öffnet, nachdem deren Struktur die Dateiüberprüfung nicht bestanden hat.
Die geschützte Ansicht ist ein eingeschränkter, schreibgeschützter Modus. Wird die Bearbeitung untersagt, kann der Benutzer eine aufgrund ihrer Dateistruktur verdächtige Präsentation betrachten, aber nicht in den normalen Bearbeitungsmodus überführen.
Ist die Bearbeitung zulässig, kann der Benutzer die geschützte Ansicht verlassen. Damit entfällt für diese Datei der Schutz des eingeschränkten Modus. Da Fehler bei der Dateiüberprüfung durch absichtlich manipulierte Dateistrukturen verursacht werden können, erhöht dies gegenüber dem Blockieren oder dem dauerhaften Verbleib in der geschützten Ansicht das Risiko, dass eine präparierte Datei eine Schwachstelle in PowerPoint ausnutzt.
Mögliche Nebenwirkungen
Auch beschädigte Dateien, fehlerhaft kopierte Dateien oder mit nicht vollständig kompatiblen Programmen erzeugte Präsentationen können die Dateiüberprüfung verfehlen. Beim vollständigen Blockieren lassen sich solche Dateien in PowerPoint nicht anzeigen. Wird die Bearbeitung in der geschützten Ansicht untersagt, können Sie den Inhalt zwar betrachten, die Präsentation jedoch nicht direkt bearbeiten.
Hinweise
Die Einstellung betrifft ausschließlich Dateien, die an der Office-Dateiüberprüfung scheitern. Sie steuert weder die Aktivierung der Dateiüberprüfung selbst noch andere Gründe für die geschützte Ansicht, beispielsweise Dateien aus dem Internet, Outlook-Anlagen oder unsichere Speicherorte.
Bei PowerPoint betrifft die Office-Dateiüberprüfung insbesondere PowerPoint-97–2003-Dateiformate wie .ppt, .pot, .pps und .ppa. Dateien aus vertrauenswürdigen Speicherorten überspringen die Dateiüberprüfung und werden daher von dieser Einstellung nicht erfasst.
Die administrative Office-Vorlage beschreibt für die deaktivierte Richtlinie das Öffnen in der geschützten Ansicht ohne Bearbeitungsmöglichkeit. Ist die Richtlinie nicht konfiguriert, beschreibt sie das Öffnen in der geschützten Ansicht mit der Möglichkeit, die Bearbeitung freizugeben.
Der Registrierungspfad gehört zur Produktversion 16.0. Die aktuellen administrativen Vorlagen verwenden diese Version unter anderem für Microsoft 365 Apps sowie für Office 2016, Office 2019 und die unterstützten Office-LTSC-Versionen.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Support: Was ist die geschützte Ansicht?
Microsoft Download Center: Administrative Template files (ADMX/ADML) for Microsoft Office