Sicherheitseinstellung für Makros
Dieser benutzerbezogene Richtlinienwert legt die Sicherheitsstufe für VBA-Makros im klassischen Outlook für Windows fest.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (1)
HKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\outlook\security\level
Dieser benutzerbezogene Richtlinienwert legt die Sicherheitsstufe für VBA-Makros im klassischen Outlook für Windows fest. Der Wert hat den Datentyp REG_DWORD und unterstützt folgende Einstellungen:
1– Keine Sicherheitsüberprüfung: Outlook lässt Makros ohne Sicherheitsabfrage zu.2– Immer warnen: Outlook deaktiviert Makros zunächst und zeigt eine Sicherheitswarnung an, über die der Benutzer über die Ausführung entscheiden kann.3– Warnung für signierte, nicht signierte deaktivieren: Makros vertrauenswürdiger Herausgeber können ausgeführt werden. Bei einer gültigen Signatur eines noch nicht vertrauenswürdigen Herausgebers kann Outlook eine Vertrauensentscheidung anfordern. Nicht oder ungültig signierte Makros bleiben deaktiviert.4– Nie warnen, alle deaktivieren: Outlook deaktiviert Makros, ohne dazu Sicherheitswarnungen anzuzeigen.
Die Einstellung betrifft ausschließlich Outlook. Sie ändert nicht die Makrosicherheitsstufe anderer Microsoft-Office-Anwendungen.
Hinweise
Sicherheit
VBA-Makros können Aktionen mit den Berechtigungen des angemeldeten Benutzers ausführen und dabei unter anderem auf Outlook-Daten und andere für diesen Benutzer erreichbare Ressourcen zugreifen. Der Wert 1 entfernt die Makrosicherheitsprüfung und ermöglicht dadurch auch die Ausführung schädlichen oder manipulierten VBA-Codes ohne vorherige Warnung.
Die Werte 2 und 3 reduzieren dieses Risiko, stellen jedoch keine vollständige Ausführungssperre dar: Bei 2 kann der Benutzer ein Makro nach einer Warnung zulassen. Bei 3 hängt die Ausführung signierter Makros zusätzlich vom Signaturstatus und vom Vertrauen in den Herausgeber ab. Eine gültige digitale Signatur bestätigt die Herkunft und Integrität des signierten Projekts, garantiert aber nicht, dass dessen Code ungefährlich ist.
Der Wert 4 verhindert die Makroausführung ohne Benutzerabfrage und bietet damit den stärksten Schutz innerhalb dieser Richtlinie.
Mögliche Nebenwirkungen
Die Werte 3 und 4 können Outlook-Automatisierungen außer Funktion setzen, wenn die betreffenden VBA-Projekte nicht den Signatur- und Vertrauensanforderungen entsprechen. Bei 2 können wiederkehrende Sicherheitsabfragen Arbeitsabläufe unterbrechen. Mit 4 werden von Makros bereitgestellte Funktionen nicht verfügbar, und die unterdrückten Warnungen geben dem Benutzer keine Möglichkeit, ein betroffenes Makro fallweise zuzulassen.
Hinweise
Die Richtlinie steuert unmittelbar die Makrosicherheit. Sie wird nicht automatisch auf installierte COM-Add-Ins oder zusätzliche Aktionen angewendet. Dafür ist die separate Outlook-Richtlinie Makrosicherheitseinstellungen auf Makros, Add-Ins und zusätzliche Aktionen anwenden maßgeblich.
Der Pfad mit der Versionsnummer 16.0 wird von den administrativen Vorlagen für Outlook 2016 und nachfolgende klassische Desktopversionen verwendet, darunter unterstützte Ausgaben von Outlook in Microsoft 365 Apps. Das neue Outlook für Windows unterstützt keine VBA-Makros; dort hat diese Einstellung daher keine entsprechende Makrofunktion zu steuern.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Sicherheit des Teams-Besprechungs-Add-Ins in Outlook
Microsoft Support: Aktivieren oder Deaktivieren von Makros in Microsoft 365-Dateien