Zum Inhalt springen
Setup FoundrySetup Foundry

Dokumentation

Ausführungseingabeaufforderung für Outlook-Objektmodell 'Benutzerdefinierte Aktionen' festlegen

Der `REG_DWORD`-Wert bestimmt, wie das klassische Outlook für Windows reagiert, wenn eine benutzerdefinierte Aktion über das Outlook-Objektmodell ausgeführt werden soll.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (1)
  • HKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\outlook\security\promptoomcustomaction

Der REG_DWORD-Wert bestimmt, wie das klassische Outlook für Windows reagiert, wenn eine benutzerdefinierte Aktion über das Outlook-Objektmodell ausgeführt werden soll. Solche Aktionen können Outlook um Funktionen erweitern und beispielsweise durch eine Regel ausgelöst werden.

Die Wertdaten haben folgende Bedeutung:

  • 0 – Die Ausführung wird automatisch verweigert.
  • 1 – Sie werden aufgefordert, die Ausführung zuzulassen oder abzulehnen.
  • 2 – Die Ausführung wird automatisch zugelassen.
  • 3 – Outlook richtet die Eingabeaufforderung nach dem Sicherheitszustand des Computers. Dies entspricht dem in der Richtlinienvorlage beschriebenen Standardverhalten.

Hinweise

Sicherheit

Benutzerdefinierte Aktionen können Funktionen des Outlook-Objektmodells verwenden, die sicherheitsrelevante Vorgänge auslösen. Eine solche Aktion kann unter anderem auf Nachrichten antworten und dabei Schutzmechanismen für den programmgesteuerten Nachrichtenversand umgehen.

Mit 2 entfällt die Bestätigung durch den Benutzer. Nicht vertrauenswürdiger oder manipulierter Code könnte dadurch geeignete benutzerdefinierte Aktionen ohne Sicherheitsabfrage ausführen und beispielsweise Nachrichten versenden oder auf die von der Aktion erreichbaren Outlook-Daten zugreifen. Der Wert gewährt jedoch weder allgemeine Administratorrechte noch uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Outlook-Daten.

Mit 1 bleibt die Entscheidung dem Benutzer überlassen. Der Schutz hängt damit auch davon ab, ob die anfordernde Aktion richtig erkannt und beurteilt wird. 0 verhindert die Ausführung der betroffenen Aktionen vollständig. Bei 3 berücksichtigt Outlook den von Windows gemeldeten Sicherheitszustand; insbesondere kann der Status der Antivirensoftware beeinflussen, ob eine Warnung erscheint.

Mögliche Nebenwirkungen

Der Wert 0 kann Regeln, benutzerdefinierte Formulare oder andere Outlook-Erweiterungen funktionsunfähig machen, wenn sie eine benutzerdefinierte Aktion über das Outlook-Objektmodell ausführen müssen. Mit 1 können wiederkehrende Bestätigungsdialoge automatisierte Abläufe unterbrechen.

Hinweise

Die Einstellung ist benutzerbezogen und gehört zur Richtlinienvorlage für das klassische Outlook für Windows. Der Versionszweig 16.0 wird von Outlook 2016 und den nachfolgenden klassischen Desktopversionen auf derselben Office-Codebasis verwendet.

Outlook muss für die Verwendung der Outlook-Sicherheitsgruppenrichtlinie konfiguriert sein, damit untergeordnete Sicherheitswerte dieser Art ausgewertet werden. Fehlt diese übergeordnete Sicherheitskonfiguration, kann promptoomcustomaction wirkungslos bleiben.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Support: Warnungen bei programmgesteuertem Zugriff auf Outlook

Microsoft Learn: Informationen zu E-Mail-Sicherheitseinstellungen in Outlook

Microsoft Download Center: Administrative Vorlagendateien für Microsoft Office

Siehe auch