Mindestverschlüsselungseinstellungen
Der Wert `minenckey` legt für den aktuellen Benutzer die Mindestlänge des Verschlüsselungsschlüssels fest, mit dem Outlook verschlüsselte E-Mail-Nachrichten bewertet.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (1)
HKCU\software\policies\microsoft\office\16.0\outlook\security\minenckey
Der Wert minenckey legt für den aktuellen Benutzer die Mindestlänge des Verschlüsselungsschlüssels fest, mit dem Outlook verschlüsselte E-Mail-Nachrichten bewertet. Er ist ein REG_DWORD-Wert; die Wertdaten geben die Schlüssellänge in Bit an.
Verwendet Outlook für eine Nachricht einen Verschlüsselungsschlüssel unterhalb dieses Schwellenwerts, zeigt es vor dem Senden eine Warnung an. Die Einstellung wählt weder selbst einen Verschlüsselungsalgorithmus aus noch erzwingt sie, dass die Nachricht mit einem ausreichend langen Schlüssel verschlüsselt wird.
Hinweise
Sicherheit
Die Warnung macht auf eine Schlüsselgröße aufmerksam, die unter dem festgelegten Mindestwert liegt. Dadurch können Benutzer schwächer verschlüsselte Nachrichten erkennen, bevor sie versendet werden.
Der Schwellenwert ist jedoch keine harte Sicherheitsgrenze: Benutzer können die Warnung ignorieren und die Nachricht mit dem ursprünglich vorgesehenen Schlüssel senden. Erst eine separate Outlook-Richtlinie, die in Verschlüsselungswarnungen keine Fortsetzungsoption zulässt, kann dieses Umgehen verhindern. Der Wert allein gewährleistet daher weder eine bestimmte kryptografische Stärke noch eine durchgehend erzwungene Mindestverschlüsselung.
Mögliche Nebenwirkungen
Verschlüsselungskonfigurationen mit einer kleineren Schlüsselgröße lösen zusätzliche Warnmeldungen aus. Ein hoch angesetzter Schwellenwert kann deshalb den Nachrichtenversand unterbrechen oder zusätzliche Benutzerentscheidungen erfordern, verhindert ihn durch diesen Wert allein aber nicht.
Hinweise
Die Einstellung betrifft die Schlüsselgröße bei der E-Mail-Verschlüsselung in Outlook. Sie verändert nicht die TLS-Verschlüsselung einer Serververbindung, die Outlook-RPC-Verschlüsselung oder die Verschlüsselung gespeicherter Dateien.
Microsoft führt die Richtlinie weiterhin für Microsoft Outlook 2016 beziehungsweise die Office-Produktgeneration mit Versionskennung 16.0. Die ausführliche öffentliche Beschreibung des Warnverhaltens stammt jedoch aus der Dokumentation älterer Outlook-Versionen. Bei der Verwaltung als abhängige Outlook-Sicherheitsrichtlinie setzt ihre Auswertung außerdem den Outlook-Sicherheitsmodus voraus, der Outlook-Sicherheitsgruppenrichtlinien verwendet.