Windows Defender SmartScreen konfigurieren
Diese computerbezogene Richtlinie steuert die App-Reputationsprüfung „Apps und Dateien überprüfen“ von Microsoft Defender SmartScreen.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\System\EnableSmartScreenHKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\System\ShellSmartScreenLevel
Diese computerbezogene Richtlinie steuert die App-Reputationsprüfung „Apps und Dateien überprüfen“ von Microsoft Defender SmartScreen. Windows bewertet aus dem Internet stammende Programme anhand von Sicherheits- und Reputationsinformationen. Bei unbekannten oder als schädlich eingestuften Programmen erscheint vor der Ausführung eine Warnung. Für Programme, die nicht als verdächtig gelten, wird kein SmartScreen-Dialog angezeigt.
EnableSmartScreen ist ein Wert des Typs REG_DWORD. Der Wert 1 aktiviert SmartScreen für alle Benutzer des Computers und verhindert, dass Benutzer die Funktion deaktivieren. Der Wert 0 deaktiviert sie und verhindert eine benutzerseitige Aktivierung.
Bei aktiviertem SmartScreen bestimmt ShellSmartScreenLevel als REG_SZ das Verhalten des Warnungsdialogs:
Warnzeigt eine Warnung an, lässt den Benutzer das Programm jedoch trotzdem ausführen. Entscheidet sich der Benutzer für die Ausführung, warnt SmartScreen bei späteren Ausführungsversuchen dieses Programms nicht erneut.Blockentspricht der Richtlinienoption „Warnen und Umgehung verhindern“. Der Dialog bietet keine Möglichkeit, die Warnung zu ignorieren und das Programm auszuführen. Bei weiteren Ausführungsversuchen wird die Warnung erneut angezeigt.
Hinweise
Sicherheit
SmartScreen erschwert die unbeabsichtigte Ausführung unbekannter oder als schädlich erkannter Programme aus dem Internet. Die Einstellung Block bietet einen stärkeren Schutz als Warn, weil Benutzer die Warnung im SmartScreen-Dialog nicht übergehen können.
Die Reputationsprüfung ersetzt keine vollständige Schadsoftwareanalyse und ist keine allgemeine Anwendungskontrolle. Ein Programm, für das SmartScreen keine Verdachtsmerkmale erkennt, wird durch diese Richtlinie nicht blockiert. Das Deaktivieren von SmartScreen entfernt diese zusätzliche Prüfung und Warnung für betroffene Internetdownloads.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei Block können auch legitime, aber unbekannte oder noch nicht ausreichend verbreitete Programme nicht über den SmartScreen-Dialog gestartet werden. Dies kann insbesondere neue, intern entwickelte oder selten verwendete Anwendungen betreffen.
Bei aktivierter Funktion werden bestimmte Informationen über ausgeführte Dateien und Programme an Microsoft übermittelt, damit deren Reputation bewertet werden kann.
Hinweise
Die Richtlinie gilt für den Computer und damit für alle seine Benutzer.
Diese Einstellung betrifft die App- und Dateiprüfung der Windows-Shell. Sie konfiguriert weder den SmartScreen-Schutz für Websites und Downloads in Microsoft Edge noch die separate App-Installationssteuerung für Anwendungen außerhalb des Microsoft Store.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Verfügbare Microsoft Defender SmartScreen-Einstellungen
Microsoft Learn: SmartScreen-Richtlinien-CSP
Microsoft Learn: ADMX_WindowsExplorer-Richtlinien-CSP – EnableSmartScreen