Zum Inhalt springen
Setup FoundrySetup Foundry

Dokumentation

Intranetsites: Alle Netzwerkpfade (UNCs) einbeziehen

Diese ADMX-gestützte Gruppenrichtlinieneinstellung bestimmt, ob URLs, die UNC-Netzwerkpfade darstellen, automatisch der Sicherheitszone **Lokales Intranet** zugeordnet werden.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (2)
  • HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\ZoneMap\UNCAsIntranet
  • HKCU\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\ZoneMap\UNCAsIntranet

Diese ADMX-gestützte Gruppenrichtlinieneinstellung bestimmt, ob URLs, die UNC-Netzwerkpfade darstellen, automatisch der Sicherheitszone Lokales Intranet zugeordnet werden.

Ist die Richtlinie aktiviert, werden alle erkannten UNC-Netzwerkpfade dieser Zone zugeordnet. Ist sie deaktiviert, erfolgt keine automatische Zuordnung aufgrund dieser Einstellung; andere Regeln können einen Pfad weiterhin der Zone „Lokales Intranet“ zuweisen. Ohne Richtlinienvorgabe kann der Benutzer die entsprechende Zonenerkennung selbst festlegen.

Die Zonenzuordnung wirkt nur in Windows-Komponenten und Anwendungen, die Windows-Sicherheitszonen beziehungsweise den Internet Explorer Security Manager auswerten. Für den zugeordneten Pfad gelten dort die Sicherheits- und Authentifizierungseinstellungen der Zone „Lokales Intranet“.

Hinweise

Weitere Wirkungen

Die Windows-Sicherheitszone kann unter anderem beeinflussen, ob eine Anwendung beim Öffnen von Dateien warnt oder den Zugriff blockiert. Microsoft Edge berücksichtigt Windows-Sicherheitszonen weiterhin in begrenzten Fällen, insbesondere bei integrierter Windows-Authentifizierung, Dateidownloads und im Internet-Explorer-Modus.

Die Richtlinie ändert weder Freigabe- oder NTFS-Berechtigungen noch erteilt sie Zugriff auf Netzwerkressourcen. Sie stellt auch keine Netzwerkverbindung her und stuft den Server nicht unabhängig von der zonenabhängigen Verarbeitung allgemein als vertrauenswürdig ein.

Sicherheit

Die Zone „Lokales Intranet“ kann weniger restriktiv konfiguriert sein als die Internetzone. Werden sämtliche UNC-Pfade dieser Zone zugeordnet, können deshalb auch Pfade zu nicht vertrauenswürdigen oder durch Angreifer kontrollierten Netzwerkservern von weniger strengen Zoneneinstellungen profitieren. Abhängig von den übrigen Zonenrichtlinien kann dies beispielsweise Sicherheitsabfragen, die Behandlung aktiver Inhalte oder die Freigabe von Anmeldeinformationen durch Komponenten beeinflussen, die die Zonenzuordnung auswerten.

Das tatsächliche Risiko hängt von den Einstellungen der Zone „Lokales Intranet“ und vom Verhalten der jeweiligen Anwendung ab. Diese Richtlinie allein umgeht keine Zugriffssteuerung und gewährt keine zusätzlichen Datei- oder Systemberechtigungen.

Mögliche Nebenwirkungen

Programme, die den Internet Explorer Security Manager verwenden, können Dateien auf UNC-Freigaben anders behandeln. Sicherheitswarnungen oder Sperren können entfallen; umgekehrt kann eine deaktivierte Zuordnung dazu führen, dass Anwendungen Netzwerkdateien als Internetinhalt behandeln, zusätzliche Warnungen anzeigen oder das Öffnen verhindern.

Hinweise

Der Wert kann im Computer- und im Benutzerzweig der Registrierung vorkommen. Der Eintrag unter HKLM gehört zur Computerkonfiguration, der Eintrag unter HKCU zur Benutzerkonfiguration.

Trotz der allgemeinen Richtlinienbeschreibung kann die Schreibweise eines Netzwerkziels die Zonenerkennung beeinflussen. Microsoft dokumentiert, dass Freigaben, die über einen vollqualifizierten Domänennamen oder eine IP-Adresse angesprochen werden, weiterhin als Internetzone erkannt werden können, insbesondere wenn die Adresse Punkte enthält. Die Richtlinie garantiert daher nicht für jede UNC-Darstellung dieselbe Klassifizierung.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – InternetExplorer – IncludeAllNetworkPaths

Microsoft Learn: Die Intranetwebsite wird als Internetwebsite identifiziert

Microsoft Learn: Konfiguration pro Site nach Richtlinie

Siehe auch