Skriptinitiierte Fenster ohne Größen- bzw. Positionseinschränkungen zulassen
Der `REG_DWORD`-Wert `2102` steuert die URL-Aktion `URLACTION_FEATURE_WINDOW_RESTRICTIONS` für die Internetzone, die durch den Zonenschlüssel `3` bezeichnet wird.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\3\2102HKCU\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\3\2102
Der REG_DWORD-Wert 2102 steuert die URL-Aktion URLACTION_FEATURE_WINDOW_RESTRICTIONS für die Internetzone, die durch den Zonenschlüssel 3 bezeichnet wird. Die Einstellung bestimmt, ob Skripts Fenster ohne die zusätzlichen Größen-, Positions- und Darstellungseinschränkungen von Internet Explorer öffnen und verändern dürfen.
Der Wert 0 lässt solche uneingeschränkten Fensteroperationen zu. Skriptinitiierte Fenster dürfen dadurch unter anderem außerhalb des vollständig sichtbaren Desktopbereichs positioniert werden; außerdem entfallen die durch diese Sicherheitsfunktion vorgegebenen Beschränkungen für Größe, Position und Statusleiste.
Der Wert 3 lässt die URL-Aktion nicht zu. Die Fenstereinschränkungen bleiben damit für die Internetzone wirksam, sofern die Sicherheitsfunktion FEATURE_WINDOW_RESTRICTIONS für den jeweiligen Prozess aktiviert ist. Fenster werden dann auf den sichtbaren Desktopbereich begrenzt, und Popupfenster ohne normale Browserrahmenelemente dürfen wichtige Inhalte ihres übergeordneten Fensters oder Systemdialoge nicht durch freie Positionierung und Größenwahl überdecken.
Hinweise
Sicherheit
Das Zulassen uneingeschränkter skriptinitiierter Fenster entfernt eine Schutzschicht gegen irreführende Fensterdarstellungen. Eine Website aus der Internetzone kann Fenster so anordnen oder dimensionieren, dass vertrauenswürdige Oberflächenelemente verdeckt oder eigene Inhalte über andere Fenster gelegt werden. Dies kann Spoofing und Täuschungsversuche erleichtern.
Die Einstellung gewährt einem Skript weder zusätzliche Betriebssystemrechte noch allgemeinen Datei-, Registry- oder Datenträgerzugriff. Sie erlaubt auch nicht eigenständig die Skriptausführung oder das Öffnen von Popupfenstern. Entsprechende Inhalte müssen durch die übrigen Sicherheitszonen- und Prozessrichtlinien bereits zugelassen sein.
Mögliche Nebenwirkungen
Wenn die Fenstereinschränkungen wirksam sind, können ältere Webanwendungen beeinträchtigt werden, die Popupfenster mit fest vorgegebenen Abmessungen oder Bildschirmpositionen verwenden. Solche Fenster können anders positioniert, in ihrer Größe begrenzt oder mit zusätzlichen Browserrahmenelementen dargestellt werden.
Hinweise
Die Einstellung gilt ausschließlich für Inhalte, die der Internetzone zugeordnet sind. Die beiden Registry-Pfade bilden die Computer- beziehungsweise Benutzerkonfiguration der Richtlinie ab.
Es handelt sich um eine Einstellung der Internet-Explorer-Sicherheitszonenarchitektur. Sie kann weiterhin für Seiten relevant sein, die Microsoft Edge im Internet-Explorer-Modus mit der MSHTML-Engine lädt. Das Fensterverhalten regulär mit der Chromium-Engine gerenderter Edge-Seiten wird dadurch nicht gesteuert.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: InternetExplorer-Richtlinien-CSP – InternetZoneAllowScriptInitiatedWindows
Microsoft Learn: URL Action Flags – URLACTION_FEATURE_WINDOW_RESTRICTIONS