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Dokumentation

Active Scripting zulassen

Diese Richtlinieneinstellung bestimmt, ob Skriptcode auf Seiten ausgeführt werden darf, die der Internet-Explorer-Sicherheitszone **Eingeschränkte Sites** zugeordnet sind.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (2)
  • HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\4\1400
  • HKCU\Software\Policies\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\Zones\4\1400

Diese Richtlinieneinstellung bestimmt, ob Skriptcode auf Seiten ausgeführt werden darf, die der Internet-Explorer-Sicherheitszone Eingeschränkte Sites zugeordnet sind. Der Wert 1400 entspricht der URL-Aktion URLACTION_SCRIPT_RUN.

Der Wert wird als REG_DWORD gespeichert. Folgende Wertdaten sind definiert:

  • 0: Skriptcode darf ohne Rückfrage ausgeführt werden.
  • 1: Vor der Ausführung wird der Benutzer um Bestätigung gebeten.
  • 3: Die Ausführung von Skriptcode wird verhindert.

Die Richtlinie kann im Computer- oder Benutzerkontext gelten. Ein Wert unter HKLM betrifft den Computer, ein Wert unter HKCU den jeweiligen Benutzer. Wenn beide Richtlinienwerte vorhanden sind, hat die Computerrichtlinie unter HKLM Vorrang.

Hinweise

Sicherheit

Das Zulassen von Active Scripting entfernt für die Zone Eingeschränkte Sites eine wesentliche Schutzbarriere gegen aktive Webinhalte. Skriptcode einer dieser Zone zugeordneten Seite kann dann im Sicherheitskontext des Browsers ausgeführt werden. Dies vergrößert die Angriffsfläche für schädliche oder manipulierte Webinhalte.

Die Einstellung hebt andere Sicherheitsmechanismen nicht automatisch auf. Insbesondere gewährt sie Skripten keine allgemeinen Betriebssystemrechte und umgeht nicht eigenständig andere Zonenrichtlinien, Browser-Schutzmechanismen oder Zugriffsbeschränkungen. Welche Aktionen ein Skript tatsächlich ausführen kann, hängt weiterhin von diesen zusätzlichen Kontrollen ab.

Die Option 1 verlagert die Entscheidung auf den Benutzer. Dadurch wird die Skriptausführung nicht grundsätzlich verhindert, weil sie nach einer Bestätigung weiterhin möglich ist.

Mögliche Nebenwirkungen

Bei Wert 3 können Seiten, die Skriptcode für Navigation, Formulare, dynamische Inhalte oder andere Funktionen benötigen, unvollständig dargestellt werden oder nicht ordnungsgemäß funktionieren. Wert 1 kann wiederkehrende Sicherheitsabfragen verursachen und zu unterschiedlichem Verhalten führen, abhängig von der jeweiligen Benutzerentscheidung.

Hinweise

Die Einstellung gilt ausschließlich für die Sicherheitszone Eingeschränkte Sites mit der Zonenkennung 4. Sie ist keine allgemeine, browserübergreifende Deaktivierung von JavaScript oder anderen Skriptsprachen.

Fehlt der Richtlinienwert, ist dies nicht in jedem Fall mit einem ausdrücklich gesetzten Wert 3 gleichzusetzen: Dann kann die wirksame Einstellung aus einer anderen zulässigen Konfigurationsquelle oder aus den Standardwerten der Sicherheitszone stammen. Microsoft dokumentiert für die nicht konfigurierte Richtlinie, dass Skriptcode in dieser Zone standardmäßig verhindert wird.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: InternetExplorer-Richtlinien-CSP – RestrictedSitesZoneAllowActiveScripting

Microsoft Learn: URL Policy Flags

Siehe auch