Internet Explorer-Prozesse
Diese ADMX-gestützte Gruppenrichtlinie steuert die Internet-Explorer-Sicherheitsfunktion `FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD` für Windows-Explorer- und Internet-Explorer-Prozesse.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (6)
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\(Reserved)HKLM\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\explorer.exeHKLM\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\iexplore.exeHKCU\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\(Reserved)HKCU\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\explorer.exeHKCU\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD\iexplore.exe
Diese ADMX-gestützte Gruppenrichtlinie steuert die Internet-Explorer-Sicherheitsfunktion FEATURE_RESTRICT_FILEDOWNLOAD für Windows-Explorer- und Internet-Explorer-Prozesse. Die Funktion behandelt Dateidownloads, die nicht ausdrücklich durch eine Benutzeraktion wie einen Mausklick oder Tastendruck ausgelöst wurden.
Ist die Richtlinie aktiviert, werden entsprechende Dateidownloadaufforderungen in den betroffenen Prozessen blockiert. Bei deaktivierter Richtlinie dürfen diese Downloads eine Aufforderung anzeigen. Ist die Richtlinie nicht konfiguriert, bestimmt die Benutzereinstellung, ob eine solche Aufforderung erscheint.
Die Richtlinie verhindert nicht generell alle Dateidownloads. Insbesondere erfasst sie keine ausdrücklich vom Benutzer ausgelösten Downloads und keine Downloadmechanismen außerhalb der Prozesse, für welche die Funktion gilt.
Hinweise
Sicherheit
Das Blockieren nicht benutzerinitiierter Downloadaufforderungen reduziert die Möglichkeit, dass Webinhalte unerwartet einen Downloaddialog öffnen und Benutzer zum Speichern potenziell schädlicher Dateien verleiten. Die Richtlinie erschwert damit bestimmte automatische oder irreführende Downloadabläufe.
Sie ersetzt weder eine Prüfung heruntergeladener Dateien noch SmartScreen, Antischadsoftware oder die Sicherheitszoneneinstellungen. Ein vom Benutzer bewusst gestarteter Download wird durch diese Einstellung allein nicht blockiert.
Mögliche Nebenwirkungen
Websites oder ältere Anwendungen, die über Internet Explorer beziehungsweise dessen Komponenten ohne unmittelbare Benutzeraktion einen Downloaddialog aufrufen, können die betreffende Datei nicht mehr auf diesem Weg anbieten. Der erwartete Download kann daher ausbleiben, ohne dass die Richtlinie andere Funktionen der Anwendung grundsätzlich sperrt.
Hinweise
Es handelt sich nicht um einen einzelnen, allgemein wirkenden Registry-Schalter. Die administrative Vorlage inetres.admx verwaltet unter dem angegebenen Schlüssel mehrere Werte für den vorgesehenen Prozessbereich. Die Pfade unter HKLM und HKCU bilden die Computer- beziehungsweise Benutzerkonfiguration derselben Richtlinie ab.
Microsoft führt die Richtlinie unter Windows-Komponenten > Internet Explorer > Sicherheitsfeatures > Einschränken des Dateidownloads. Die aktuelle Policy-CSP-Referenz dokumentiert ihre MDM-Abbildung für Geräte und Benutzer ab Windows 10, Version 1709; die zugrunde liegende Internet-Explorer-Sicherheitsfunktion existiert bereits seit Internet Explorer 6 unter Windows XP Service Pack 2.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: InternetExplorer-Richtlinien-CSP – RestrictFileDownloadInternetExplorerProcesses
Microsoft Learn: Windows Vista-Sicherheitshandbuch – Dateidownload einschränken