Verwalten von SmartScreen-Filter verhindern
Der Wert `EnabledV9` ist ein `REG_DWORD`-Richtlinienwert für den SmartScreen-Filter von Internet Explorer.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\PhishingFilter\EnabledV9HKCU\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\PhishingFilter\EnabledV9
Der Wert EnabledV9 ist ein REG_DWORD-Richtlinienwert für den SmartScreen-Filter von Internet Explorer. Er legt den Filtermodus verbindlich fest und verhindert, dass Benutzer diesen Modus in Internet Explorer selbst ändern.
Bei EnabledV9 = 1 führt Internet Explorer automatische Reputationsprüfungen in den Sicherheitszonen aus, für die SmartScreen aktiviert ist. Der Filter warnt vor Websites, die Microsoft als Phishing- oder Schadsoftwareseiten kennt, und kann die Reputation heruntergeladener Programme prüfen.
Bei EnabledV9 = 0 erfolgen keine automatischen Reputationsprüfungen. Eine manuell ausgelöste Websiteprüfung über die Sicherheitsfunktionen von Internet Explorer bleibt nach der Microsoft-Dokumentation möglich.
Der Wert unter HKLM gilt computerbezogen. Der Wert unter HKCU gilt für den jeweiligen Benutzer.
Hinweise
Weitere Wirkungen
Bei aktiviertem automatischem Filter wird der Benutzer beim ersten Start nicht gefragt, ob SmartScreen eingeschaltet werden soll. Internet Explorer gleicht Adressen zunächst mit einer lokalen Liste häufig besuchter Websites ab. Ist dort kein Treffer vorhanden, kann er die Adresse an den Microsoft-SmartScreen-Dienst übermitteln. Bei heruntergeladenen Programmen können zusätzlich unter anderem die Downloadadresse, ein Dateihash und Signaturinformationen für die Reputationsprüfung übertragen werden.
Sicherheit
EnabledV9 = 1 ergänzt den Schutz vor bekannten Phishingseiten, Websites mit Schadsoftware und verdächtigen Downloads. Der Wert verhindert jedoch nicht automatisch, dass Benutzer eine angezeigte SmartScreen-Warnung umgehen. Dafür bestehen eigene Richtlinien, beispielsweise „Umgehen von SmartScreen-Filterwarnungen verhindern“.
EnabledV9 = 0 entfernt die automatische reputationsbasierte Warnschicht von Internet Explorer. Dadurch können bekannte gefährliche Websites oder Downloads ohne SmartScreen-Warnung aufgerufen beziehungsweise heruntergeladen werden, sofern keine andere Schutzfunktion den Zugriff verhindert.
Automatische Prüfungen können vollständige URLs und Informationen über Downloads an Microsoft übertragen. URLs können abhängig vom Aufbau einer Website personenbezogene Angaben enthalten. Die Übertragung an die SmartScreen-Dienste erfolgt verschlüsselt über HTTPS.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei aktiviertem Filter können als unsicher oder unbekannt bewertete Websites und Downloads Warnungen auslösen, auch wenn der Inhalt tatsächlich unbedenklich ist. Bei deaktiviertem Filter entfallen diese automatischen Warnungen und Reputationsprüfungen.
Hinweise
Diese Einstellung gehört zu Internet Explorer. Sie steuert nicht die SmartScreen-Funktion des aktuellen Microsoft Edge; dafür verwendet Microsoft Edge eigene Richtlinien und den Registry-Pfad SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge.
Das Vorhandensein von EnabledV9 im Richtlinienzweig ist von einem nicht verwalteten Benutzerwert mit demselben Namen zu unterscheiden: Hier wird der SmartScreen-Modus durch eine Computer- oder Benutzerrichtlinie vorgegeben.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: InternetExplorer-Richtlinien-CSP – PreventManagingSmartScreenFilter
Microsoft Learn: Microsoft Edge-Browserrichtlinie SmartScreenEnabled