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Dokumentation

Automatisches Lernen deaktivieren

Diese computerbezogene Richtlinie deaktiviert das automatische Lernen für die Personalisierung der Microsoft-Handschrifterkennung.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (2)
  • HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\InputPersonalization\RestrictImplicitTextCollection
  • HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\InputPersonalization\RestrictImplicitInkCollection

Diese computerbezogene Richtlinie deaktiviert das automatische Lernen für die Personalisierung der Microsoft-Handschrifterkennung. Das automatische Lernen erfasst Textinformationen und Freihandeingaben, um die Erkennung an den Wortschatz und den Handschriftstil der Benutzer anzupassen.

Zu den für die Personalisierung ausgewerteten Texten gehören laut Microsoft ausgehende Nachrichten aus Windows Mail und MAPI-fähigen E-Mail-Programmen sowie URLs aus dem Browserverlauf von Internet Explorer. Gespeichert werden daraus abgeleitete Informationen wie Worthäufigkeiten und zuvor unbekannte Wörter, beispielsweise Eigennamen oder Abkürzungen. Zusätzlich werden über den Eingabebereich vorgenommene Freihandeingaben gespeichert.

Die Richtlinie verwendet die beiden Werte RestrictImplicitTextCollection und RestrictImplicitInkCollection gemeinsam. Es handelt sich um Werte des Typs REG_DWORD:

  • Sind beide Werte auf 1 gesetzt, wird das automatische Lernen von Text- und Freihandeingaben beendet.
  • Sind beide Werte auf 0 gesetzt, ist das automatische Lernen aktiviert.
  • Ohne konfigurierte Richtlinie können Benutzer das automatische Lernen selbst ein- oder ausschalten, sofern die entsprechende Windows-Oberfläche verfügbar ist.

Hinweise

Weitere Wirkungen

Beim Aktivieren der Richtlinie werden nach Microsoft-Angaben die bereits gespeicherten Daten des automatischen Lernens gelöscht. Benutzer können die Einstellung anschließend nicht mehr über die Systemsteuerung ändern. Auch eine ausdrücklich deaktivierte Richtlinie verhindert eine Änderung durch Benutzer, schaltet das automatische Lernen jedoch ein.

Sicherheit

Die Richtlinie verhindert, dass die Handschriftpersonalisierung weiterhin inhaltlich abgeleitete Textdaten und Freihandeingaben in ihrem lokalen Personalisierungsdatenspeicher sammelt. Dadurch werden dort beispielsweise keine neuen Begriffe aus unterstützten E-Mail-Programmen oder URLs aus dem Internet-Explorer-Verlauf hinterlegt. Dies ist insbesondere relevant, wenn solche Inhalte vertrauliche Namen, Adressen oder Fachbegriffe enthalten.

Die Einstellung ist keine allgemeine Sperre für Tastatureingaben, Freihandfunktionen, E-Mail-Zugriffe, Browserdaten, Diagnosedaten oder Datenübertragungen an Microsoft. Sie steuert ausschließlich das beschriebene automatische Lernen der Handschrifterkennung.

Mögliche Nebenwirkungen

Ohne automatisches Lernen kann sich die Microsoft-Handschrifterkennung nicht anhand der erfassten Eingaben an den individuellen Wortschatz und Handschriftstil anpassen. Dadurch kann die personalisierte Erkennungsqualität geringer ausfallen.

Hinweise

Das automatische Lernen von Text und Freihandeingaben ist nicht für jede Sprache verfügbar. Die Handschriftpersonalisierung gilt nur für Handschrifterkennungen von Microsoft und nicht für Erkennungsprogramme anderer Anbieter.

Die ADMX-Richtlinie schreibt beide Registry-Werte stets gemeinsam mit demselben Wert. Microsoft dokumentiert keine verlässliche Gesamtwirkung für abweichende oder unvollständige Kombinationen der beiden Werte.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: ADMX_Globalization – Automatisches Lernen deaktivieren (ImplicitDataCollectionOff_2)

Siehe auch