Downloadmodus
Dieser computerweit geltende `REG_DWORD`-Wert bestimmt, aus welchen Quellen die Windows-Übermittlungsoptimierung unterstützte Inhalte für Microsoft-Produkte beziehen darf.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (1)
HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\DeliveryOptimization\DODownloadMode
Dieser computerweit geltende REG_DWORD-Wert bestimmt, aus welchen Quellen die Windows-Übermittlungsoptimierung unterstützte Inhalte für Microsoft-Produkte beziehen darf. Je nach Wert verwendet sie die ursprüngliche HTTP-Quelle, Microsoft Connected Cache und/oder andere Geräte als Peers.
| Wert | Wirkung |
|---|---|
0 |
Verwendet HTTP-Quellen oder Microsoft Connected Cache, jedoch keine Peers. Der Clouddienst der Übermittlungsoptimierung kann weiterhin Metadaten bereitstellen. |
1 |
Kombiniert HTTP-Quellen mit Peers, die über dieselbe öffentliche IP-Adresse beziehungsweise dieselbe NAT-Verbindung erreichbar sind. Die eigentliche Peerkommunikation erfolgt innerhalb des Netzwerks. |
2 |
Kombiniert HTTP-Quellen mit Peers derselben privaten Gruppe. Die Gruppe kann sich über interne Subnetze und NAT-Grenzen erstrecken; ihre Zusammensetzung hängt unter anderem von den Einstellungen für Gruppen-ID und Gruppen-ID-Quelle ab. |
3 |
Kombiniert HTTP-Quellen mit Peers im Internet. |
99 |
Verwendet ausschließlich HTTP-Quellen oder Microsoft Connected Cache. Peering und die Kommunikation mit dem Clouddienst der Übermittlungsoptimierung sind deaktiviert. Dieser einfache Modus ist für Umgebungen ohne Internetzugang zum Clouddienst vorgesehen. |
100 |
Umgeht die Übermittlungsoptimierung und übergibt Downloads an den intelligenten Hintergrundübertragungsdienst (BITS). Dieser Modus ist seit Windows 11 veraltet. |
Wenn Peers und Microsoft Connected Cache verfügbar sind, kann die Übermittlungsoptimierung mehrere Quellen parallel verwenden. Kann ein Inhalt nicht von diesen Quellen bezogen werden, bleibt die ursprüngliche HTTP-Quelle als Ausweichquelle verfügbar.
Hinweise
Weitere Wirkungen
In den Modi 1, 2 und 3 kann das Gerät geeignete, bereits zwischengespeicherte Microsoft-Inhalte an andere Peers hochladen. Der Wert legt dabei den grundsätzlichen Umfang der Peergruppe fest. Weitere Richtlinien können die Peerauswahl, Gruppenbildung, Bandbreite und zulässigen Uploadbedingungen zusätzlich einschränken.
Die Einstellung steuert die Bezugs- und Freigabequellen der Übermittlungsoptimierung. Sie verhindert nicht, dass Windows Update, der Microsoft Store oder andere integrierte Dienste ihre Inhalte herunterladen.
Sicherheit
Peerübertragungen verwenden das Protokoll der Übermittlungsoptimierung über TCP-Port 7680, nicht SMB-Freigaben oder allgemeine Dateizugriffe. Die Übermittlungsoptimierung greift dabei nicht auf persönliche Dateien oder Ordner zu und stellt diese nicht für andere Geräte bereit.
Von Peers empfangene Inhaltsblöcke gelten zunächst als nicht vertrauenswürdig. Windows prüft jeden Block anhand kryptografisch geschützter Inhaltsmetadaten und verwirft ungültige Daten. Die Nutzung von Peers verleiht diesen Geräten daher keinen allgemeinen Zugriff auf Dateien oder andere Systemressourcen.
Die Modi unterscheiden sich dennoch im Umfang der Netzwerkkommunikation: Modus 1 beschränkt Peering auf Geräte hinter derselben öffentlichen IP-Adresse, Modus 2 kann private Gruppen über Subnetz- und NAT-Grenzen hinweg bilden, und Modus 3 erlaubt Internetpeers. Eine gemeinsame Microsoft-Entra-, Active-Directory- oder Gruppen-ID-Zuordnung ist kein Identitätsnachweis und darf nicht als Authentifizierung der beteiligten Geräte betrachtet werden.
Mögliche Nebenwirkungen
Peerfähige Modi verursachen neben Downloads auch Uploadverkehr und benötigen zusätzliche Peerkommunikation. Sie können die Internetanbindung entlasten, beanspruchen dafür aber lokale Netzwerk-, Datenträger- und Geräteressourcen. Die tatsächliche Nutzung hängt von verfügbaren Peers, unterstützten Inhaltstypen und weiteren Richtlinien ab.
Die Modi 0 und 99 unterbinden Peering. Dadurch entfällt die lokale Wiederverwendung zwischengespeicherter Inhalte, sodass mehrere Geräte denselben Inhalt häufiger aus einer HTTP-Quelle oder aus Microsoft Connected Cache beziehen können.
Bei Wert 100 können Inhalte, die die Übermittlungsoptimierung voraussetzen, nicht heruntergeladen werden; Microsoft nennt hierfür unter anderem den Fehler 0x80d03002. Der Wert ist unter Windows 11 veraltet.
Hinweise
Der Wert 0 deaktiviert nur Peer-to-Peer-Übertragungen, nicht den HTTP-Downloader der Übermittlungsoptimierung. Wert 99 deaktiviert zusätzlich die Kommunikation mit dem Clouddienst der Übermittlungsoptimierung.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – DeliveryOptimization (DODownloadMode)
Microsoft Learn: Referenz für die Übermittlungsoptimierung – Downloadmodus
Microsoft Learn: Funktionsweise der Übermittlungsoptimierung
Microsoft Learn: Häufig gestellte Fragen zur Übermittlungsoptimierung