Diagnosedaten zulassen
Der Registrierungswert `AllowTelemetry` legt fest, in welchem Umfang Windows-Diagnosedaten erfasst und an Microsoft übermittelt werden.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection\AllowTelemetryHKCU\Software\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection\AllowTelemetry
Der Registrierungswert AllowTelemetry legt fest, in welchem Umfang Windows-Diagnosedaten erfasst und an Microsoft übermittelt werden. Er ist ein Wert vom Typ REG_DWORD und bildet die gleichnamige Richtlinieneinstellung für die Computer- beziehungsweise Benutzerkonfiguration ab.
Die Wertdaten haben folgende Bedeutung:
0– Diagnosedaten aus. Windows sendet keine Windows-Diagnosedaten.1– Erforderliche Diagnosedaten. Windows übermittelt die Mindestmenge an Geräte-, Qualitäts-, Kompatibilitäts- und Nutzungsdaten, die Microsoft für Sicherheit, Aktualisierung und ordnungsgemäßen Betrieb von Windows vorsieht.2– Erweiterte Diagnosedaten. Diese frühere Zwischenstufe gilt nur für Windows 10 Version 1809 und älter sowie Windows Server 2016 und Windows Server 2019. Sie ist unter Windows 11 und Windows Server 2022 nicht verfügbar.3– Optionale Diagnosedaten. Zusätzlich zu den erforderlichen Diagnosedaten können unter anderem ausführlichere Geräte-, Konfigurations-, Aktivitäts- und Fehlerdaten, Diagnoseprotokolle und Absturzabbilder übermittelt werden.
Die Richtlinie betrifft Windows sowie Features und Apps, die als Bestandteil des Betriebssystems gelten. Sie steuert nicht die Datenerfassung separat installierter Drittanbieterprogramme oder anderer Microsoft-Produkte wie Microsoft 365 Apps.
Hinweise
Weitere Wirkungen
Eine durch die Richtlinie vorgegebene Stufe verhindert, dass Benutzer in der App „Einstellungen“ eine umfangreichere Diagnosedatenerfassung auswählen. Unter Windows 10 Version 1803 und höher kann ein Benutzer weiterhin eine restriktivere Stufe wählen, sofern dies nicht durch die gesonderte Richtlinie für die Benutzeroberfläche der Diagnosedateneinstellungen unterbunden wird.
Sind Werte sowohl unter HKLM als auch unter HKCU wirksam, verwendet Windows die restriktivere Einstellung.
Sicherheit
Höhere Erfassungsstufen erhöhen den Umfang der an Microsoft übertragenen Daten. Optionale Diagnosedaten können insbesondere Informationen über App- und Browseraktivitäten sowie erweiterte Fehlerberichte enthalten. Absturzabbilder können unbeabsichtigt Benutzerinhalte oder personenbezogene Daten aus dem Arbeitsspeicher enthalten, beispielsweise Ausschnitte eines geöffneten Dokuments oder einer Webseite.
Der Wert 0 unterbindet ausschließlich die Übermittlung von Windows-Diagnosedaten im Geltungsbereich dieser Richtlinie. Er blockiert weder andere Verbindungen von Windows zu Microsoft-Diensten noch die Datenerfassung durch separat installierte Anwendungen.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei ausgeschalteten Diagnosedaten werden auch keine Informationen zu Fehlern von Windows Update übermittelt. Windows Update selbst wird dadurch nicht deaktiviert; Microsoft erhält jedoch weniger Daten zur Analyse und Behebung von Updateproblemen.
Funktionen und Organisationsdienste, die Windows-Diagnosedaten auswerten, können erforderliche Geräteinformationen nur erhalten, wenn mindestens die dafür vorausgesetzte Diagnosedatenstufe aktiv ist.
Hinweise
Der frühere Anzeigename lautete auf Windows 10 Version 1809 und älter sowie auf Windows Server 2019 „Telemetriedaten zulassen“. Die heutigen Bezeichnungen „Erforderliche Diagnosedaten“ und „Optionale Diagnosedaten“ entsprechen den früheren Stufen „Einfach“ und „Vollständig“.
Fehlt der Richtlinienwert oder ist die Richtlinie deaktiviert, sendet Windows standardmäßig erforderliche Diagnosedaten; der Benutzer kann über die App „Einstellungen“ die Übermittlung optionaler Diagnosedaten auswählen.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Systemrichtlinien-CSP – AllowTelemetry
Microsoft Learn: Konfigurieren von Windows-Diagnosedaten in Ihrer Organisation