Standardverhalten von AutoAusführen festlegen
Diese Richtlinie bestimmt, wie Windows mit AutoRun-Befehlen umgeht.
seit 0.9.8.11
Zweck
Registry-Schlüssel anzeigen (2)
HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer\NoAutorunHKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer\NoAutorun
Diese Richtlinie bestimmt, wie Windows mit AutoRun-Befehlen umgeht. Solche Befehle befinden sich üblicherweise in einer Datei namens autorun.inf auf einem Datenträger und können beispielsweise ein Installationsprogramm oder eine andere Anwendung starten.
Der Registrierungswert NoAutorun hat den Typ REG_DWORD. Der Wert 1 unterbindet die Ausführung von AutoRun-Befehlen. Der Wert 0 lässt deren automatische Ausführung zu. Ist die Richtlinie deaktiviert oder nicht konfiguriert, verwendet Windows ab Windows Vista das Standardverhalten, bei dem der AutoRun-Befehl als Option im Dialogfeld „Automatische Wiedergabe“ erscheint und eine Benutzerentscheidung erfordert.
Der Eintrag unter HKLM gilt für den Computer, während der Eintrag unter HKCU das Verhalten für den jeweiligen Benutzer festlegt.
Hinweise
Sicherheit
Die automatische Ausführung von AutoRun-Befehlen kann Programme ohne vorherige Bestätigung durch den Benutzer starten. Enthält ein Datenträger einen schädlichen oder manipulierten AutoRun-Befehl, kann dadurch Code mit den Berechtigungen des angemeldeten Benutzers ausgeführt werden. Für Aktionen, die erhöhte Rechte erfordern, gelten weiterhin die Benutzerkontensteuerung und die übrigen Windows-Berechtigungsprüfungen.
Der Wert 1 verringert dieses Risiko, indem Windows die in autorun.inf angegebenen AutoRun-Befehle nicht ausführt. Er verhindert jedoch nicht, dass Benutzer Dateien oder Programme auf dem Datenträger manuell starten.
Mögliche Nebenwirkungen
Wenn AutoRun-Befehle nicht ausgeführt werden, starten dafür vorgesehene Installationsprogramme, Menüs oder andere Datenträgeranwendungen nicht über AutoRun. Der Inhalt des Datenträgers bleibt weiterhin zugänglich und kann manuell geöffnet werden.
Hinweise
AutoRun und „Automatische Wiedergabe“ sind unterschiedliche Funktionen. AutoRun verarbeitet Befehle aus autorun.inf; die automatische Wiedergabe erkennt Medientypen und bietet dazu passende Anwendungen oder Aktionen an. NoAutorun steuert nur das Standardverhalten für AutoRun-Befehle und deaktiviert nicht allgemein die automatische Wiedergabe. Dafür gelten gesonderte Richtlinien und Registry-Werte.
Zusätzliche Einschränkungen des jeweiligen Windows-Systems, des Laufwerkstyps oder anderer AutoPlay-Richtlinien können die Ausführung unabhängig von NoAutorun verhindern.
Microsoft-Dokumentation
Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – Automatische Wiedergabe – SetDefaultAutoRunBehavior
Microsoft Learn: Verwenden der automatischen Hardwarewiedergabe