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Dokumentation

MSS: (NoNameReleaseOnDemand) Zulassen, dass der Computer NetBIOS-Namensfreigabeanforderungen ignoriert, außer von WINS-Servern

Der Wert steuert, ob NetBIOS über TCP/IP (NetBT) auf Anforderungen zur Freigabe eines registrierten NetBIOS-Namens reagiert.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (1)
  • HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netbt\Parameters\NoNameReleaseOnDemand

Der Wert steuert, ob NetBIOS über TCP/IP (NetBT) auf Anforderungen zur Freigabe eines registrierten NetBIOS-Namens reagiert. Bei den Wertdaten 1 vom Typ REG_DWORD behält der Computer seinen Namen trotz einer solchen Anforderung bei.

Die Einstellung betrifft ausschließlich NetBIOS-Namensfreigabeanforderungen. Sie steuert nicht die separate Verarbeitung von NetBIOS-Namenskonflikt-Datagrammen.

Hinweise

Sicherheit

Das NetBIOS Name Service-Protokoll authentifiziert seine Verwaltungsnachrichten nicht zuverlässig. Ein Angreifer im erreichbaren Netzwerk kann daher eine Namensfreigabeanforderung vortäuschen, durch die ein Computer andernfalls seinen NetBIOS-Namen aufgeben und unter diesem Namen keine Dienstanfragen mehr beantworten würde. Der Wert 1 erschwert diesen Denial-of-Service-Angriff.

Die Einstellung erkennt nicht, ob eine einzelne Anforderung tatsächlich gefälscht ist. Sie ändert vielmehr die Verarbeitung von Namensfreigabeanforderungen allgemein. Andere Angriffe auf NetBIOS oder die Namensauflösung verhindert sie nicht.

Mögliche Nebenwirkungen

Eine berechtigte Namensfreigabeanforderung kann ebenfalls wirkungslos bleiben. Dadurch können echte doppelte NetBIOS-Namen bestehen bleiben und Namenskonflikte möglicherweise nicht automatisch aufgelöst werden. Microsoft nennt insbesondere Konflikte, die ein WINS-Server bei der Replikation feststellt. Abhängig von den beteiligten Namen können Netzwerkdienste oder Domänenfunktionen dadurch nicht mehr zuverlässig erreichbar sein.

Hinweise

Die aktuelle Microsoft-Baseline bezeichnet die Einstellung mit einer Ausnahme für Anforderungen von WINS-Servern. Ein älteres technisches Microsoft-Sicherheitsbulletin beschreibt dagegen das Verwerfen aller Namensfreigabe-Datagramme und nennt ausdrücklich einen nicht aufgelösten, von einem WINS-Server gemeldeten Konflikt als mögliche Folge. Die WINS-Ausnahme ist damit in der Microsoft-Dokumentation nicht einheitlich beschrieben und sollte nicht versionsübergreifend vorausgesetzt werden.

Die Funktion ist nur relevant, wenn NetBIOS über TCP/IP verwendet wird. Microsoft dokumentiert den Wert bereits für Windows 2000; er ist außerdem in der Sicherheitsbaseline für Windows Server 2025 enthalten.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: Windows-Sicherheitsbaseline für Windows Server 2025

Microsoft Support: Support für den Leitfaden zur Sicherheitskonfiguration

Siehe auch