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Dokumentation

MSS: (DisableIPSourceRouting IPv6) IP-Quellrouting-Schutzebene (schützt vor Paketspoofing)

Der Wert `2` des Typs `DWORD` legt für den IPv6-Protokollstapel die höchste Schutzebene gegen Quellrouting fest.

seit 0.9.8.11

Zweck

Registry-Schlüssel anzeigen (1)
  • HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters\DisableIPSourceRouting

Der Wert 2 des Typs DWORD legt für den IPv6-Protokollstapel die höchste Schutzebene gegen Quellrouting fest. Windows verwirft eingehende IPv6-Pakete, die Quellrouting verwenden. Solche Pakete werden weder lokal verarbeitet noch an andere Systeme weitergeleitet.

Beim Quellrouting kann der Absender eines Pakets den vorgesehenen Weg durch das Netzwerk beeinflussen. Diese Einstellung unterbindet diese Form der Routenvorgabe vollständig.

Hinweise

Sicherheit

Das Verwerfen quellgerouteter Pakete erschwert Angriffe, bei denen ein Absender vorgegebene Netzwerkpfade zur Paketmanipulation oder zum Paketspoofing ausnutzt. Die Einstellung führt jedoch keine allgemeine Prüfung der IPv6-Quelladresse durch und ersetzt weder eine Firewall noch andere Verfahren zur Netzwerkzugriffskontrolle.

Mögliche Nebenwirkungen

IPv6-Kommunikation, die ausdrücklich auf Quellrouting angewiesen ist, funktioniert nicht mehr. Gewöhnlicher IPv6-Datenverkehr ohne Quellrouting wird durch diesen Wert nicht deaktiviert.

Hinweise

Der Wert gilt für IPv6. Die gleichnamige IPv4-Einstellung befindet sich unter HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\DisableIPSourceRouting und wird hiervon nicht verändert.

Microsoft führt den Wert außerdem als technische Grundlage der Richtlinie MSS: (DisableIPSourceRouting IPv6) IP-Quellrouting-Schutzebene (schützt vor Paketspoofing). Die hier beschriebene Wirkung bezieht sich konkret auf den Registry-Wert DisableIPSourceRouting mit den Wertdaten 2.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft Learn: Richtlinien-CSP – MSSLegacy – IPv6SourceRoutingProtectionLevel

Microsoft Learn: Windows-Sicherheitsbaseline

Siehe auch